Show- und Shanty-Chor „He Lücht” & die Sailors

Über uns - die Historie

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Wer oder was ist "He Lücht"?

Zunächst einmal ist "He lücht" ein Ausdruck auf Plattdeutsch (auch: Niederdeutsch oder einfach "Platt"; Schweizer Gäste prägten den Begriff "Hafendeutsch").

Der Begriff "He lücht" dürfte wohl weltweit bekannt sein, denn er wird Touristen aus aller Welt vorgestellt, wenn diese in Hamburg eine Hafenrundfahrt machen (und das ist ja wohl ein MUSS für Touristen).
Entstehung des Begriffs: Wenn der Barkassenkapitän die Touristen durch den Hamburger Hafen schipperte gab er jede Menge Seemannsgarn (in Hamburg auch "Tünkrams") von sich. Sobald das die Matrosen auf den Schiffen hörten riefen Sie den Touristen zu: "He lücht!". Also etwa: "Er sagt nicht ganz die Wahrheit!" oder "Der spinnt!"

Allerdings wissen nur Eingeweihte, dass der Begriff in der plattdeutschen Sprache zwei Bedeutungen hat, nämlich „er lügt” und „er leuchtet”.

Beispiele für „er lügt":
Die Barkasse, vollbesetzt mit Touristen aus aller Welt, schippert durch den Hamburger Hafen. Der Barkassenkapitän erzählt: „Auf der linken Seite sehen Sie im Trockendock die MS Walpurgia liegen. Dieses Schiff wird im weltweiten Seehandelsverkehr eingesetzt, so dass auch zwei Propeller - das sind die Antriebsschrauben - notwendig sind. Denn: auf der Südhalbkugel wird ausschließlich mit dem rechten, auf der Nordhalbkugel nur mit dem linken Propeller gefahren; das hängt mit den Gezeiten und den verschiedenen Strömungen diesseits und jenseits des Äquators zusammen."
Variation: „Die linke Schraube ist für die Hinfahrt, die rechte Schraube für die Rückreise gedacht. So wird jeweils eine Schraube entlastet und das verlängert die Haltbarkeit. Denn: Reparaturen an Schiffen sind teuer!”
(Deshalb nennt man in Fachkreisen den Barkassenkapitän selbst auch „He Lücht”.)
Oder: „Hamburg liegt ja nicht nur an der Elbe, sondern auch an drei Meeren. Das kann man besonders gut vom Michel, dem Wahrzeichen Hamburgs, beobachten. Wenn Sie am Tage vom Michel schauen sehen Sie das Häusermeer, wenn es dunkel ist sieht man das Lichtermeer und bei wirklich starkem Nebel sieht man gar nichts mehr!”
Variation: „Unsere schöne Hansestadt besteht ja aus drei Städten: Wenn Sie vom Michel nach rechts schauen kann man die Altstadt sehen, wenn Sie nach links schauen sieht man die Neustadt. Für Menschen mit gutem Sehvermögen ist genau in der Mitte sogar Karstadt zu erkennen.”
Okay, einen noch: „Im Hamburger Hafen gab es früher ganz viele ehrbare Berufe. Zum Beispiel die Schauerleute, die wegen ihres Aussehens so genannt wurden, oder die Quartiersleute, die ihr gesamtes Leben in der Speicherstadt, also ihrem Quartier, verbrachten. Recht unbekannt aber blieb der Beruf des Bananenbiegers. Oder warum glauben Sie, seien die Bananen alle gebogen? Schon aus Platzgründen werden die ursprünglich völlig geraden Bananen in Containern gebogen nach Hamburg transportiert, um möglichst platzsparend und kostengünstig Handel zu betreiben.”
Als diese Erklärung im Mai 2010 von einem „He Lücht” vorgetragen wurde, war eine Gruppe aus Sachsen an Bord. Ein älterer Herr schaltete sich ein und überzeugte schließlich auch die Matrosen an Bord: „Das ist nicht die richtige Erklärung! Die Bananen sind vielmehr krumm, weil sie 40 Jahre einen Bogen um die DDR gemacht haben!”
Da zeigt sich der wahre Charakter der waschechten Hamburger: plausible Erklärungen übernimmt man einfach und noch heute können Sie bei einer Hafenrundfahrt diese - völlig korrekte - Erklärung zu hören bekommen...

Beispiel für „er leuchtet”:
Es gibt nur ein überzeugendes Beispiel, nämlich wenn Sie den Show- und Shanty Chor „He Lücht” & die Sailors bei einem Auftritt genau beobachten: dann beginnen die Augen der „Sailors” vor Freude zu leuchten!

So ging es 1993 los...

Zwölf sangesfreudige Herren gründeten am 7. Februar 1993 den Show- und Shanty Chor „He Lücht” & die Sailors.

Schon bei der Gründung stand fest: Das Outfit sollte einmalig und von hohem Wiedererkennungswert sein. Das Repertoire sollte sich definitiv am Geschmack des Publikums orientieren.
Die Chorgründer Lothar von Fintel und Jens Peikert hatten die zündende Idee mit den weißen Latzhosen in Kombination mit den blau-weiß gestreiften T-Shirts, die schnell zum Erkennungsmerkmal des Chores wurden. Dazu werden weiße Turnschuhe und ein rotes Halstuch getragen.
Jeder „Sailor” sollte Solist sein, der Chor nicht größer als 15 Personen werden (Sänger und Musiker).
In den 90er Jahren wurde das Shanty-Repertoire um Stimmungslieder, Gassenhauer, Evergreens, Schlager, Couplets, Seasongs und Wunschtitel erweitert.

„Vor den Erfolg hat der Liebe Gott den Schweiß gesetzt!”, war die Parole von Chorgründungsmitglied Lothar von Fintel (✞2012). Sechs Jahre lang fanden zweimal wöchentlich Proben statt, in denen überwiegend das Repertoire erweitert wurde. Schon von Beginn an wurde Drei- und Vierstimmigkeit angestrebt, mit der insbesondere A-cappella-Titel („Roll the cotton down”, „Gelbe Rose - Rose of Texas”, „Hamburg, hol' di stief”) glaubwürdig vorgetragen werden können.

So ging es weiter...

Im neuen Jahrtausend studierten die beliebten Sänger zunehmend choreografische Elemente zu ihrem Gesang ein, sodass heute ein Auftritt auch visuell ansprechend ist.
Inzwischen wuchs das Repertoire auf zurzeit 150 jederzeit verfügbare Titel an, denn alle Titel sind mindestens dreifach mit Solisten besetzt. Zusammen mit der „Sailors-Band” - bestehend aus Akkordeon, Leadgitarre, E-Bass, Mini-Schlagzeug und diversen Schlag- und Perkussionsinstrumenten - ist praktisch jeder Wunschtitel machbar.

Das Repertoire der „Sailors”

Das maritime Repertoire beinhaltet neben echten Shantys auch Seemannslieder und Melodien von Hamburg und der Küste. Alle Titel sind modern arrangiert und orientieren sich am Publikumsgeschmack.
Selbstverständlich gibt es einen großen Raum für Richard Germer („Hafenunterricht”, „Rum aus Jamaika”, „Seemannsgarn”, „Wenn das man stimmt”), Freddy Quinn („La Guitara Brasiliana”, „Junge, komm' bald wieder”, „Die Insel Niemandsland”, „Heimweh”, „Die Gitarre und das Meer”, „Lass' mich noch einmal in die Ferne”) und anderen Interpreten der Szene (Caterina Valente: „Spiel' noch einmal für mich, Habañero”, Lale Andersen: „Unter der roten Laterne von St. Pauli”, Hans Albers: „Einmal noch nach Bombay”, „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins”) usw.
In der Stimmungsabteilung finden sich Titel mit aktiver Beteiligung des Publikums („Holstein-Lied”, „An der Nordseeküste”, „Marmor Stein und Eisen bricht”, „Café Oriental”).
Bei den Schlagern finden sich Hits von Lolita, Freddy Quinn, Engelbert Humperdinck, Elvis Presley, Lotto King Karl und Johnny Cash. Die Evergreens rekrutieren sich überwiegend aus den 20er und 30er Jahren („Puppchen du bist mein Augenstern”, „Was machst du mit dem Knie, lieber Hans?”, „Mein Papagei frisst keine harten Eier”, „Am Sonntag will mein Süßer mit mir Segeln geh'n”). Selbst „Ring of Fire”, oder „Ice cream” stellen keine Problem für die „Sailors” dar.
Nicht selten reißen die selbst arrangierten Potpourris die Leute von den Sitzen - es wird spontan getanzt und die Polonäse lässt dann meist nicht lange auf sich warten!
Auch wird das Repertoire immer auf dem aktuellen Stand gehalten („Santiano”, „Hamburg, meine Perle”), was zwangsläufig voraussetzt, dass neue Stücke auch innerhalb kürzester Zeit aufführungsreif sein müssen.

Chorleiter

Chorleiter Jens Peikert arrangiert seinem Chor von Anfang an sämtliche Titel auf den Leib. Als Akkordeonspieler begann Peikert schon als Jugendlicher, öffentliche Auftritte zu genießen. Später im „Orchester Herbert Kauschka” spielte er 15 Jahre lang Akkordeon und Elektronium. Hier sammelte er Ideen und eignete sich die Fähigkeit des Arrangierens an. Dabei kommt ihm sein besonderes Gehör zugute, von dem einige behaupten, er könne sogar Gras wachsen hören. Von 1985 bis 1993 leitete Jens Peikert den Shanty-Chor „De Tampentrekker” aus Harburg (heute Wilhelmsburg). Mit diesen vielen Erfahrungen konnte er zusammen mit Lothar von Fintel seit Gründung des Show- und Shanty-Chores aus dem Vollen schöpfen.

Mit dem Harburger Musiker Detlef Rusch (Keyboard, Akkordeon, Klarinette, Tenor-Saxophon) gründete er das Duo „Beguine & Major” und spielte auf Hochzeiten und Familienfeiern. Später kam „Sailor” Klaus Fürstenberger hinzu und fortan nannte sich das Trio „Piccoloband”. Im Frühjahr 2016 verstarb Klaus Fürstenberger plötzlich und viel zu früh. Spontan sprang Edgar Müller aus Ahrensburg für ihn ein, stieg jedoch im November 2016 wegen seiner Logenarbeit in Bad Oldesloe wieder aus. Seinen Platz nimmt seit November 2016 Bernd Eddelbüttel (ebenfalls Sänger bei „He Lücht”). ein. Auch heute ist die „Piccoloband” in Norddeutschland unterwegs - allerdings nicht sehr häufig, denn Jens Peikert leitet seit Oktober 2005 auch den Shanty-Chor Neu Wulmstorf „De Windjammers” e. V.

Zusammen mit Bernd Eddelbüttel (Döntjes, 2. Tenor und Solist), Walter Aschke (Gitarre, Banjo, 1. Tenor und Solist) sowie Willi Neumann (E-Bass, 2. Tenor und Solist) singt und spielt Peikert aktiv im Shanty-Chor Neu Wulmstorf „De Windjammers” e. V.; manchmal behaupten die drei ungefragt, dass man den Chorleiter Jens Peikert sogar zweimal wöchentlich bei den Proben ertragen könne.
Wenn es mal terminliche Überschneidungen mit beiden Chören gibt wählen diese vorgenannten Herren natürlich den Auftritt aus, bei dem die Verpflegung am besten ist. Es soll auch schon mal nach der gereichten Biersorte entschieden worden sein - das wurde allerdings von einem Unbekannten überliefert.
Natürlich verbindet diese Konstellation die beiden Chöre in guter Freundschaft, weshalb es häufiger gemeinsame Auftritte gibt.

Management

Das Chormanagement verlangt von Horst Gröning ganz besondere Qualitäten: Nicht nur das Gespräch am Telefon, die Preisverhandlungen und eine zielführende, ausgeglichene Beharrlichkeit sind erforderlich, um über 30 Auftritte pro Jahr erfolgreich über die Bühne zu bringen.
Dazu gehören auch sämtliche Absprachen mit Veranstaltern, Technikern und anderen Verantwortlichen, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Nicht zuletzt laufen bei Horst Gröning die Informationen aller „Sailors” zusammen, denn er muss jederzeit auskunftsfähig sein, ob der Chor an einem angefragten Datum zur Verfügung steht oder ob die Beteiligung für die Anberaumung einer Probe ausreicht.

Seit 2003 war das Amt des Managers in den bewährten Händen von Klaus Dieter Schöler. Nach genau 100 Monaten (wie er das nur hinbekommen hat?) übertrug er die Aufgabe im Mai 2014 an Horst Gröning und Bernd Eddelbüttel. Da Horst "nebenbei" auch noch der Schlagzeuger der Gruppe und natürlich auch als Solist gefragt ist wurde das Management geteilt: Bernd Eddelbüttel übernahm mit gleichem Datum die Abteilung Finanzen.
Angaben für die Kommunikation mit dem Management finden Sie unter Kontakt.

Probenräume

Die Probenräume wechselten seit Beginn von Hamburg-Heimfeld, (Lokal „Gildehaus”) über Neuland, (Lokal „Elbwarte”) zur „Kleinen Sennhütte” (heute „Grando Sucredo”) in Hamburg-Hausbruch und Moorburg („Schützenhaus im alten Moorkaten”, später Schule Moorburg) nach aktuell Hamburg-Eißendorf in die DRK-Seniorenwohnanlage „Eichenhöhe”).

In der DRK-Seniorenwohnanlage „Eichenhöhe” fühlen sich die Sänger und Musiker sehr wohl. Das liegt in erster Linie am freundlichen Personal, das immer ein offenes Ohr für Extrawünsche hat und natürlich an der zentralen Lage in Harburg. Die Möglichkeit, das gesamte Chor-Equipment unterzustellen, spricht für sich. Es herrscht ein offenes Vertrauensverhältnis, so dass der Zugang zum Choreigentum praktisch rund um die Uhr möglich ist.
Seit Jahren sind die „Sailors” Hauschor in mehreren Seniorenwohnanlagen. Hier singen und spielen die aktiven Sänger und Musiker insbesondere zu Neujahrsempfängen, Sommer- und Weinfesten und natürlich auf (vor-)weihnachtlichen Veranstaltungen.
Diese Auftritte genießen die Sänger und Musiker nicht nur wegen der guten Verpflegung vor Ort, sondern wegen des tollen Feedbacks. Wer einmal erlebt hat, wie selbst schwere Pflegefälle plötzlich mit dem Fuß im Takt mitwippen oder stark an Demenz erkrankte Personen plötzlich mitsingen oder Menschen spontan aufstehen und zu Liedern tanzen, ist zutiefst gerührt und versteht, warum man mit Musik so viel Freude bereiten kann!

Jeder „Sailor” ist ein Unikat!

Der Akkordeonist Alberto Ginocchio (seit 2009 dabei) darf sich zu Recht Weltmeister nennen, denn er war Mitglied im Akkordeon-Orchester Fred Hector, das 1975 in Luzern den Weltmeistertitel in der Kunstklasse errang. Es ist schon perfekt, wenn der Chorleiter neue Noten verteilt und die Instrumentalisten sofort vom Blatt spielen können. Was das für Zeit einspart! So können neue Titel durch zwei Proben sofort ins Repertoire eingefügt werden. Alberto leitet übrigens das Akkordeon-Ensemble Fred Hector noch heute und spielt seit 2012 auch im Hamburger Akkordeon-Ensemble "Erfrischend anders!".

Was wären „He Lücht” & die Sailors ohne ihr Gründungsmitglied Gert Reumann? Den Taxifahrer aus HH-Barmbek bringt nichts und niemand aus der Ruhe. Seit Jahren ist er für den Transport des gesamten Equipments verantwortlich, singt Solo und im 1. Bass und kennt sich mit sämtlichen Perkussionsgeräten aus.
Nebenbei fotografiert und filmt Gert Reumann bei Auftritten und manchmal verteilt er sogar selbstgebrannte DVDs an Interessierte. Sein Fahrzeug hat er rundum mit Werbung für „He Lücht” & die Sailors verziert. So wird rund um die Uhr für den Chor geworben!

Ebenfalls Gründungsmitglied ist Gerhard Schröer, E-Bassist und Solist (Lieblingssong: „Banana Boat Song”). Der Ingenieur im Ruhestand spielt in verschiedenen Bands den E-Bass. Deshalb trägt Gerhard immer einen dicken Kalender mit sich. Unglaublich, aber wahr: er kann mit einer Hand Bass spielen und mit der anderen ein Bier trinken! Im Show- und Shanty-Chor ist Gerhard Schröer auch mit der Technik der Gesangsanlage vertraut, die er während des Auftritts bedient.
Zusammen mit Lead-Gitarrist Dr. Ino Bauer (seit 2005 dabei) und Akkordonspieler Ginocchio bilden die drei eine Fahrgemeinschaft, weil sie in Holm-Seppensen bei Buchholz/Nhd. wohnen. Deshalb werden sie auch „Die Heide-Jungs” genannt! Der Doktor trägt natürlich keinen weißen Kittel, dafür spielt er aber auch E-Bass und ist Interpret launiger Evergreens und moderner Popmusik. Kein Wunder: schließlich spielt er auch in einer Rockband die Gitarre!

Walter Aschke spielt Gitarre und Banjo und ist als 1. Tenor natürlich auch Solist bei den „Sailors”. Mit Eintritt in den Ruhestand trat Walter Aschke etwas kürzer und spielte zur Aushilfe Gitarre. Seit 2017 ist er wieder voll dabei: „Irgendetwas fehlte mir zwischen den Reisen - deshalb!”.
Aus dem Publikum erntet er regelmäßig fragende Blicke, wenn er neben dem E-Bassisten steht - dann zeigen nähmlich die Hälse der Gitarren in verschiedene Richtungen. Tatsächlich: Walter Aschke ist Linkshänder und spielt deshalb „Linksgitarre”! Auch Walter ist mehrfach beschäftigt, denn er singt und spielt auch beim Shanty-Chor Neu Wulmstorf als Aushilfe und in einer dreiköpfigen Band. Seit 2011 gehört Walter Aschke zu den „Sailors”.

Horst Gröning ist seit Dezember 2009 Solist und Drummer im Show- und Shanty-Chor. Er ist ein taktvoller Mensch, und hatte doch sein Leben lang mit der Polizei zu tun (bis er pensioniert wurde)!
Ihm verdanken die „Sailors” ganz neue Impulse im Outfit (Jacken!) sowie im Rhythmus und Sound der Gruppe. Als gelernter „Strippenzieher”, wie er sich selbst gern nennt, ist Horst Gröning kompetenter Techniker, Löter, Schweißer, und Allround-Handwerker. Als Moderator gehört er als Original einfach dazu! Seit Mai 2014 übernahm Horst Gröning - zusammen mit Bernd Eddelbüttel - das Management des Chores.

Schon mehrfach bei Terminschwierigkeiten hat E-Bassist Willi Neumann im Show- und Shanty-Chor ausgeholfen. Seit dem Frühjahr 2016 hat der Neu Wulmstorfer nur recht wenig Zeit, denn zu dieser Zeit wurde er Rentner! Willi Neumann ist allerdings eher im Unruhestand, denn er macht mit seiner Familie Musik, will demnächst in das Verlags- und Managergeschäft weltweit einsteigen! Das ist der Grund, warum er im Neu Wulmstorfer Shanty-Chor „De Windjammers” und bei „He Lücht” als Springer fungiert. Willi spielt ebenso Gitarre und Akkordeon, sein Hauptinstrument ist jedoch das Klavier bzw. das E-Piano.
Allein seit dem Weihnachtskonzert 2014 mit „De Windjammers” weiß der gesamte Süderelberaum: Willi hat eine samtweiche Bass/Bariton-Stimme und ist Spezialist für Gospels, Kirchenlieder sowie Country- und Western-Music!

Ein ganz ruhiger Vertreter ist der Maschinenbau-Meister Hans Otto Seck aus Hamburg-Hausbruch. Bei einem Auftritt auf der „Cap San Diego” im Jahre 2012 lernte er die Sänger und Musiker kennen, denn Hans-Otto betreut ehrenamtlich die Maschine des Museumsschiffes.
Er kennt sich übrigens zu Wasser, zu Lande und in der Luft aus und landet selbst die größten Passagier-Jets auf allen Flughäfen der Welt ruckelfrei! Wenn also die „Sailors” mal weltberühmt werden sollten und lange Strecken zu Auftrittsorten zurücklegen müssen, wird Hans-Otto Seck ganz sicher der Pilot des Chores. Erst später gab er zu, schon bei einigen Auftritten der „Sailors” dabei gewesen zu sein - als Zuhörer versteht sich! Vermutlich hat ihm seine Frau gut zugeredet, sonst hätte er sich bis heute nicht getraut...

Über Jens Peikert lesen Sie bitte unter „Chorleiter”.

Ebenfalls ein Unikum ist der Neu Wulmstorfer Bernd Eddelbüttel. Er singt nicht nur in zwei Chören (natürlich beim Neu Wulmstorfer Shanty-Chor „De Windjammers”!), sondern kann auch Döntjes erzählen und ist Spezialist für Richard-Germer-Titel.
„Bernie” Eddelbüttel hat bei der Finkwarder Speeldeel mitgewirkt und war früher gefürchteter Stürmer in Finkenwerder und Altenwerder im Fußballspielen, bevor er sich dem Tennis verschrieb. Die „Sailors” haben ihm gut zugeredet und argumentiert, dass er sich beim Singen ganz bestimmt nicht schmutzig macht - er ist seit 2008 dabei und hat seit dem auch noch nicht einmal beim Essen gekleckert! Im Mai 2014 übernahm Bernd Eddelbüttel einen Teil des Managements der „Sailors”: aus reiner Gewohnheit führt Bernd jetzt die Kasse. Damit hat er schon 20 Jahre Erfahrung und musste nicht erst von diesem Amt überzeugt werden...

André Wiechens fand 2016 zum Show- und Shanty-Chor „He Lücht” & die Sailors. Der ehemalige Boxtrainer (drei „seiner” Frauen holten schon den Deutschen Meistertitel!) traute sich allerdings nicht direkt, sondern wurde durch eine Bekannte vermittelt (Danke, Marion!). Der alleinerziehende Vater hat seinen Sohn Leon schon bei den „Sailors” angemeldet, so dass das Nachwuchsproblem gelöst zu sein scheint.

Ein junger Ruheständler ist Edgar Müller aus Ahrensburg. Er beendete eine schöpferische Kunstpause im Oktober 2017 und ist seitdem wieder voll dabei. Bei „He Lücht” & die Sailors singt Edgar Müller im 2. Tenor; angeblich, weil das Gedränge im Bass zu groß wurde... Er spring auch ein, wenn der 1. oder 2. Bass schwach besetzt ist. Er moderiert, spielt Perkussion und singt als Solist (Lieblingstitel: „Ring of Fire” von Johnny Cash).
Edgar Müller ist Logenmeister in Bad Oldesloe und Lübeck. In dieser Eigenschaft reist er quer durch Europa. Schön, dass er trotzdem Zeit findet und die „Sailors” vielseitiger macht. Noch was? Ach, ja: seit 2016 ist Edgar Müller Opa!

Ebenfalls zur Aushilfe spielt Detlef Rusch aus Harburg das Akkordeon. Detlef spielt außerdem Keyboard, Klarinette und Tenorsaxophon und war jahrelang Leiter des Show-Orchesters „Champagne”. Zusammen mit Jens Peikert und Bernd Eddelbüttel bilden diese drei Herren die Hamburger „Piccoloband”. Angeboten werden Tanz- und Unterhaltungsmusik; es können auch spezielle Wünsche erfüllt werden. Detlef Rusch erlernte das Akkordeonspiel bei Herbert Kauschka sen., spielte mehr als zehn Jahre in dessen Orchester und ist zur Aushilfe in mehreren Bigbands tätig. Aus der gemeinsamen Orchesterzeit mit Jens Peikert rührt auch die Verbindung her.

Seine Freizeit verbringt Klaus-Dieter Schöler mit der Familie auf dem Campingplatz an der Ostsee. Dann fährt er mit dem Boot auf hohe See und angelt. Die Küstenwache soll ihn schon erlebt haben, wie er lauthals vor sich hin trällerte - ganz ohne Text! Seine Frau verarbeitet dann den Fisch unter freiem Himmel und versorgt die ganze Familie mit dem gesunden Essen.
Klaus-Dieter Schöler hatte genau 100 Monate das Amt des Managers des Chores inne. „Ich wollte genau an meinem 75. Geburtstag aufhören, doch das hat nicht geklappt. Deshalb habe ich die 100 Monate voll gemacht!”, so spöttelt er gern. Jetzt widmet er sich dem Sologesang und dem 1. Bass; natürlich steht er dem neuen Management mit Rat und Tat zur Verfügung.

Unvergessene Auftritte

2009 wurde der Show- und Shanty-Chor „He Lücht” & die Sailors zu einer Faschingsfeier einer Behinderteneinrichtung bei Preetz eingeladen. Ca. 60 z. T. erheblich gehandicapte junge Leute hatten wochenlang ihre Kostüme (Motto: „Seefahrt und Meer”) selbst hergestellt, so dass ein ganz bunter Haufen von Meerjungfrauen, Kapitänen und Piraten den Chor aus Hamburg empfing. Vermutlich hatten alle „Sailors” zu Beginn einen Kloß im Hals, doch als Moderator Edgar Müller (Seit November 2016 nicht mehr dabei) loslegte und die Gastgeber einlud mitzumachen gab es kein Halten mehr! Noch heute erinnern sich die Musiker und Sänger sehr positiv an diesen Auftritt, weil die Menschen so viel Spaß hatten und den Chor gar nicht wieder gehen lassen wollten...
1994 fand der erste Auftritt der „Sailors” in der Hamburger Fischauktionshalle anlässlich einer Firmenveranstaltung statt. Eher schüchtern drängten sich 12 Aktive in eine Ecke, um bei den 200 Gästen ja nicht aufzufallen. Das „Helbing Matjesfest” am gleichen Ort im Jahre 2012 vor ca. 1500 zahlenden Gästen genossen die Chorsänger geradezu. Als Moderator Carlo von Tiedemann (NDR) fragte, ob es denn „Fracksausen” gäbe antwortete Manager Klaus-Dieter Schöler: "Wir haben schon ganz andere Säle leergesungen!" Auch im September 2012, als das 275. Stiftungsfest der Freimaurerloge "Absalom zu den drei Nesseln" in der Börse/Handelskammer der Hansestadt Hamburg vor mehr als 1500 geladenen Gästen aus aller Welt stattfand war das Lampenfieber groß. Doch die jahrelange Bühnenerfahrung ließ die Sänger nach dem ersten Einsatz locker aufsingen...

Unvergessen sind Auftritte auch dann, wenn der Auftrittsort Überraschungen bot. So sangen die „Sailors” schon mehrfach hintereinander auf einer Treppe stehend auf Schiffen im Hamburger Hafen (wo stellt man Verstärker und Notenpulte auf einer Treppe auf?).
Beim Drachenfest in Travemünde - traditionell am Neujahrstag - waren die „Sailors” schon 1996 und 1997. Besonders bemitleidet wurde der Akkordeonspieler, der bei -20°C und steifer Brise ohne Handschuhe aufspielen durfte...
Nicht ungenannt bleiben sollen an dieser Stelle auch diverse Auftritte anlässlich von Beerdigungen in Kirchen und Kapellen in und um Hamburg. Was soll man machen, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten verfügte: an meinem Sarg soll ein Shanty-Chor zum letzten Geleit singen? Dann kann es schon einmal vorkommen, dass gestandene „Sailors” vor dem ersten Ton einen doppelten Cognac brauchen...
Selbst im Zirkus sangen die Herren mehrfach (Zirkusse Quaiser und Sarrasani), auf der Kieler Woche („Mary-Anne”) und auf dem Hamburger Hafengeburtstag („Regina Maris”) sowie der Englandfähre, „Cap San Diego”, „Lisa von Lübeck” „Wappen von Hamburg” und „Rickmer Rickmers” sowie auf vielen Barkassen zu Firmenfeiern und Vereinsausflügen.

Radio, TV, CD, YouTube und Homepage

Natürlich war der Hamburger Show- und Shanty-Chor auch schon im Radio und im Fernsehen zu Gast. Im Hörfunk gab es eigene Sendungen im Offenen Kanal, Radio Bremen und dem NDR. Die meisten Zuhörer gab es vermutlich bei den Auftritten der weltweit ausgestrahlten Sendung „Hamburger Hafenkonzert”. Bei NDR 90,3 ist der Shanty-Chor gut bekannt: nicht nur auf den Bühnen (Hafengeburtstag, Tag der Offenen Tür), sondern durch Interviews und Geburtstagsglückwünsche kennen NDR-Hörer die „Sailors”. In den TV-Sendungen „Hamburg1 FrühCafè”, „Hamburg Journal” und bei diversen privaten Sendern wurde schon über den umtriebigen Chor berichtet. Auch über die drei „Moorburger Shanty-Singen”, bei denen die Aktiven des Chores Mitveranstalter waren, wurde ausführlich berichtet.

Zu den „Fischwochen bei McDonald's” sang der Show- und Shanty-Chor den Background zu Werbespots, die wochenlang in der ganzen Republik gesendet und in den Kinos gezeigt wurden. Auf der Weihnachts-CD von Dieter Thomas Kuhn sind die „Sailors” als Background-Chor zu hören. Die Musik zu TV-Werbespots der Ketten „Nordsee” und „Iglo” spielte Arrangeur und Chorleiter Jens Peikert ein. „Wir haben zwar einige CDs für den eigenen Gebrauch besungen, doch für den Verkauf haben „He Lücht” & die Sailors keine CD vorrätig!” verrät Manager Horst Gröning. „Die Sailors gibt es nur live!” ist die überzeugte Meinung aller Aktiven.

Das Internet entdeckte der Chor im Sommer 2002: der Autodidakt Jens Peikert stellte den Chor erstmalig ins Internet und drei Monate später wurde die erste Buchung über die choreigene Homepage bestätigt! „Heute gibt es nur wenige Aufträge, die nicht über das Internet kommen” weiß Webmaster Jens Peikert. „Einzige Ausnahmen sind Auftritte beim selben Veranstalter oder mündlich an Freunde und Bekannte weitergegebene Tipps!” Bei Auftritten können Interessenten jederzeit eine Kurzdarstellung des Chores in Form einer Klappkarte erhalten aus der die Erreichbarkeit des Managers hervorgeht.

Zum Jahreswechsel 2012/2013 war es endlich so weit: die neue Homepage - entwickelt und designed von Kay Peikert (KayPeikert.Info) entspricht den heutigen Vorstellungen von Datenschutz und Web-Sicherheit. Sie gestattet im internen Bereich den Informationsaustausch zwischen den Aktiven sowie den Fans und Besuchern. Die neue Site der „Sailors” erreichen Sie unter www.diesailors.info, Sie können auch gern www.HeLücht.de eingeben. Probieren Sie es einfach mal aus!

Ein moderner Chor muss heute im Internet vertreten sein. So ist es nicht erstaunlich, dass „He Lücht” & die Sailors auf YouTube zu finden sind.
Den choreigenen YouTube-Kanal, auf dem Sie sich einen Eindruck von Auftritten und Proben des Chores machen können, erreichen Sie hier.

Etwas Statistik gefällig?

Seit Chorgründung 1993 haben 59 Sänger und Musiker das Bild der „Sailors” geprägt und diesen Chor bekannt gemacht. Die Fluktuation hat eine Reihe von Ursachen, die an dieser Stelle nicht detailliert aufgezählt werden sollen. Dennoch: wir beklagen eine Reihe von verstorbenen Mitgliedern, Abgängen aus Alters- oder beruflichen Gründen. Nicht jeder begeisterte Sänger ist auch bereit, regelmäßig zu den Proben und Auftritten zu erscheinen, so dass häufiges Fehlen schließlich dazu führt, dass man den Anschluss verpasst.

Aktuell zum November 2017 hatten 1174 (!) Proben stattgefunden. Die Zahl der Auftritte betrug nach 24 Jahren 665 - dabei werden mehrere Auftritte am gleichen Ort und am gleichen Tag natürlich nur als ein Auftritt gewertet. Es fanden also im Mittel knapp 50 Proben und ca. 30 Auftritte pro Jahr statt (beachte: in den ersten sechs Jahren wurde sogar zweimal wöchentlich geprobt!). Auch für das laufende Jahr ist der Terminkalender nicht vergeblich angeschafft worden!

Das Gros der Auftritte erfolgte naturgemäß in Hamburg und in den umliegenden Bundesländern. Die Bundesländer-Statistik ergibt folgende Auflistung (Zahlen aus November 2017):


2/3 aller Auftritte fielen auf die Wochenenden. So verteilen sich die Auftritte auf die Wochentage:


...oder bevorzugen Sie diese Ansicht?

Das aktuelle Durchschnittsalter der Aktiven „Sailors” liegt bei 65 Jahren! Der Jüngste ist 44, der älteste 78 Jahre alt. Zurzeit gibt es 12 Aktive Sänger und Musiker sowie 2 Aushilfen bei Bedarf.
Das Singen ist ausschließlich Männern vorbehalten.

Das Repertoire umfasst 2017 genau 150 Titel, die alle von Chorleiter Jens Peikert arrangiert, einstudiert, choreografiert und in Noten umgesetzt wurden.

Im Show- und Shanty-Chor gibt es

Die Instrumentalisten sind allesamt notenfest und spielen mehrere Instrumente.
Auch nicht unwichtig: alle Sänger sind auch Solisten!

Ausblick für die nächsten Jahre

Am 07.02.2016 wurde der Show- und Shanty-Chor „He Lücht” & die Sailors dreiundzwanzig Jahre alt. Wer hätte das bei Chorgründung einmal gedacht?
Heute sind mit Gert Reumann, Gerhard Schroer und Jens Peikert noch drei Gründungsmitglieder dabei.
Weil der Chor ein Durchschnittsalter von 64 Jahren hat - und damit weit unter dem Durchschnitt der meisten Männerchöre liegt - wird für die Zukunft kräftig geplant: die Erweiterung des schon heute umfangreichen Repertoires (ca. 150 Titel) um frisch arrangierte Hits und Evergreens aus zwei Jahrtausenden sowie weitere choreografische Elemente wollen die Herren einstudieren. In den letzten Jahren zeigte sich, dass immer häufiger auch ganze Weihnachtsprogramme gewünscht werden. Dem soll ebenfalls Rechnung getragen werden.
Damit wird dem Sprichwort "Wer rastet, der rostet!" vorgebeugt und der Chor wird noch vielseitiger einsetzbar sein.